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Meine Frau und Ich haben SoT ausgibig getestet, ich auch mal alleine oder in einer 4er Crew, Kathy immer nur mit mir zusammen.

Beide sind wir der Meinung das Rare hier ein Top Multiplayer Game gelungen ist und wir spielen es beide seit Release auf der XBox One.Auch nach Wochen macht das Game immer noch viel Spaß und wir entdecken immer wieder was neues....


Hier erfahrt Ihr Alles zu Sea of Thieves




 SoT beginnt so furios und aufregend wie eine Weltumsegelung. Begleitet von Jubelgeschrei - naja, zumindest unserem eigenen - und Musik betreten meine Frau und ich (beide auf der XBox One) die Planken des Schiffs, das für die nächsten Tage, Wochen oder Monate unser Zuhause sein wird.

Unser schwimmendes Zuhause ist zwar nur eine Schaluppe mit zwei Kanonen und damit den großen Galeonen in Punkto Feuerkraft deutlich unterlegen, dafür aber flotter, wendiger und auch für eine Zwei-Mann-Crew oder sogar alleine gut zu beherrschen.

Dann wird der Anker gelichtet, das Segel gehisst und der Kurs gesetzt. Unser Ziel haben wir fest vor Augen: Wir wollen Piratenlegenden werden.

Der Multiplayer-Koop-Spaß Sea of Thieves vom traditionsreichen (Konsolen-)Entwickler Rare (Donkey Kong Country, Banjo-Kazooie, Viva Piñata) lässt Kindheitsträume wahr werden: Allein oder mit bis zu drei Freunden an eurer Seite werdet ihr zu Freibeutern und macht mit eurer Crew eine offene Spielwelt unsicher. Und zumindest anfangs funktioniert das nahezu perfekt.

Ein feuchter Traum

Mit einer Schatzkarte in der Tasche pflügen Tobi und ich durch die Wellen der wunderschönen karibisch angehauchten Spielwelt. Die Wogen schaukeln unser Schiff hin und her, Gischt spritzt uns ins Gesicht und am Horizont versinkt die Sonne rot glühend im Meer. Besser als Sea of Thieves hat noch kein Spiel die Seefahrt in Szene gesetzt. Ich bin mir sicher: Dieser Faszination können sich nicht mal überzeugte Landratten entziehen.

Die restliche Grafik im stilsichere Comic-Look besticht immer wieder durch viele liebevolle Details. So ergibt sich ein rundum gelungener Gesamteindruck, der uns immer wieder in seinen Bann zieht. Grafisch also schon mal TOP.

Das Wasser sieht aber nicht nur fantastisch aus, es bewegt sich und unser Schiff darauf auch absolut lebensecht. Hart am Wind bricht der Bug durch die Wellen und Wasser klatscht aufs Deck, kommt die Brise von achtern, schlingert der Rumpf magenaufwühlend hin und her - nicht umsonst ist das der berüchtigte »Kotzkurs«.

Das Segeln selbst hat Rare extrem vereinfacht: Wer die Segel richtig in den Wind dreht, ist flotter unterwegs, doch selbst mit falscher Segelstellung - oder sogar gegen den Wind - kommt ihr voran. Trotzdem habe ich das Gefühl, ein tonnenschweres Schiff zu bewegen, dass auf jede Kurskorrektur nur langsam reagiert und manchmal seinen eigenen Willen zu haben scheint. Aus meiner Sicht treffen die Entwickler mit diesem Kompromiss voll ins Schwarze.

Beim Bedienen eines großen Schiffs spielt Sea of Thieves zudem seine Koop-Trumpfkarte voll aus. Die bis zu vier Spieler teilen sich die Aufgaben am besten auf: Ein Spieler steht am Steuer, einer steht im Krähennest, der dritte richtet die Segel und der vierte ... genießt die Aussicht, läutet die Schiffsglocke oder betrinkt sich hemmungslos (natürlich nur im Spiel), um die anderen zu unterhalten. Nebenbei werden Befehle geschrien, gelacht und Faxen gemacht. Für reine Solospieler ist das Piratenabenteuer dagegen nicht unbedingt zu empfehlen, es ist zwar möglich alleine in See zu stechen und Händler Missionen zu machen, nach Schätzen zu suchen, aber für die Raids sollte der Pirat schon eine Crew haben, alleine sind die Raids zwar zu schaffen, man muss aber viel Geduld und Zeit mitbringen. Mit mehreren ist es halt einfacher und macht auch sehr viel mehr Spaß.

Schatzsuche à la carte

Nach einigen Minuten erreichen wir die Insel, die auf unserer Schatzkarte abgebildet ist. Den Auftrag haben wir vor dem Ablegen an einem Außenposten von den Goldsammlern gekauft, einer von drei Fraktionen, die uns mit zufallsgenerierten Missionen versorgen: Die Goldsammler suchen vergrabene Schätze, der Seelenorden will die Schädel untoter Piraten und für den Handelsbund besorgen und transportieren wir Waren.

Ausgerüstet mit Spaten und Kompass machen wir uns auf die Suche nach dem Schatz. Auf einigen Karten ist unser Ziel ganz klischeehaft mit einem roten X markiert, in unserer schwierigeren Version müssen wir einem Hinweis folgen: »Finde das dreiköpfige Mahnmal im Südosten und gehe fünf Schritte nach Ostsüdosten.«

Nach etwas Sucherei entdecken wir drei aufgespießte Totenköpfe. Wir zücken den Kompass, gehen drei Schritte, ein Spatenstich und - Bonk! - stoßen auf die Gesuchte Kiste.

Knochen brechen leicht gemacht

Doch nicht nur der Schatz war im Sand vergraben, rund um uns erheben sich Skelettkrieger, vermutlich, um ihre zweckentfremdeten Kollegen zu rächen. Sofort zückt Tobi die Donnerbüchse und gibt den Gerippen Schrot zu fressen. Ich greife zum Säbel und dresche auf die Knochenschädel ein. Das Kampfsystem von Sea of Thieves ist höchstens zweckmäßig und entbehrt jeder Finesse. Ich kann zwar Angriffe aufladen und blocken, doch simples Draufhämmern erfüllt meist seinen Zweck.

Immerhin erfordern einige Gegnertypen ein Mindestmaß an Köpfchen. Manche Skelette sind aus Gold und kaum zu besiegen - bis wir sie ins Wasser locken, wo sie rosten. Die finsteren Schattengerippe müssen wir dagegen mit Licht bestrahlen, um sie verwundbar zu machen.

Nach wenigen Hieben liegen die Knochen wieder leblos im Sand. Wir schnappen uns den Schatz, segeln zum nächsten Außenposten, bringen die Truhe unserem Auftraggeber und sacken die Belohnung ein. Anschließend wird gefeiert! Wir saufen Grog, machen Musik und tanzen (ja, all das ist im Spiel möglich und dient hauptsächlich dem Zeitvertreib), bis der Morgen graut.

Der Weg zur Piratenlegende bietet kaum spielerische Vielfalt und stattdessen eine üble Grind-Tretmühle. Erst wer bei allen drei Fraktionen Stufe 50 erreicht, bekommt den legendären Rang verliehen und soll damit angeblich neue Spielinhalte freischalten. Selbst eine Woche nach dem Release hat aber nur eine kleine Zahl an Spielern weltweit dieses Ziel erreicht.

Immerhin muss nur ein Pirat pro Crew eine Legende sein, um an die Endgame-Inhalte zu kommen, die restlichen Spieler profitieren von seinem Rang. Mittelfristig könnte das das den Grindfaktor in Sea of Thieves abmildern, wenn bereits einige legendäre Kapitäne durch die Karibik kreuzen, denen wir uns anschließen können.

Natürlich ist es immer das selbe, Schätze finden, Händler- oder Seelenordenmissionen erfüllen, aber hier gibt es auch genug Abwechslung und in meinen Augen genug Langzeitmotivation.

Durch die riesige Karte, die anderen Schiffe und Raids gibt es genug Abwechslung in meinen Augen, aber das ist Geschmackssache, es kommt aber auch auf die Crewmitglieder an, man kann so viel Spaß abseits der Missionen oder Aufträge haben, das uns noch nicht langweilig wurde.

In den Seeschlachten kommt es auf nautisches Geschick und Koop-Absprache an. In der Theorie sind natürlich die vier Mann starken Crews der großen Galeonen im Vorteil. Sie haben mehr Feuerkraft und können sich besser aufteilen: Der Steuermann bedient das Ruder, zwei Matrosen feuern mit Kanonen auf den Feind und ein armer Tropf muss Löcher vernageln und das Wasser über Bord schöpfen. In der Praxis hat aber schon so manche kleine Schaluppe mit ihrer Wendigkeit den Großen ein Schnippchen geschlagen.

Bei allem Spaß gibt's aber auch im PvP unnötige Einschränkungen. So ist es nicht möglich, den Gegnern ihr Schiff zu stibitzen, denn sie spawnen nach dem Tod immer wieder an Bord. Und wer einen feindlichen Kahn komplett versenkt, hat ihn schnell wieder am Hals, weil der Respawn automatisch im nächsten Hafen erfolgt, der meist nur wenige Segelminuten entfernt ist.

Begegnungen mit anderen Spielern sind außerdem rein zufällig, einen echten PvP-Modus oder -Bereich gibt es nicht. Unter Umständen muss man als Pirat also ganz schön lange auf Beute warten.

Bleibt noch die Möglichkeit, die virtuelle Karibik auf eigene Faust zu bereisen. Auf solchen Erkundungstouren entdeckt man auch hier und da eine nette Sehenswürdigkeit - Wracks, Unterwasserhöhlen, Wandmalereien und Statuen - versteckte Truhen oder nützliche Items wie eine Flaschenpost, die eine Schatzkarte enthält, sind jedoch extrem selten.  Hier gibt es verschiedene Meinungen, einige Spieler finden das es zu wenig bereisbare Inseln und Plätze gibt. Hier muss man anmerken das Rare viele neue Inhalte versprochen hat und auch nach und nach immer wieder neue Updates bringt. Neue Inhalte erscheinen Ende Mai und wir vertrauen auf Rare das das  Game lange am Leben gehalten wird.

Unser Fazit:

Das beste Spiel des Jahres!« Das hab ich jedem der mich auf Sea of Thieves angesprochen hat geantwortet. Ich bin seit dem allerersten Anspielen ein Fan, habe an die Vision eines gemeinsamen Piraten-Abenteuerspielplatzes geglaubt, mich drauf gefreut. Jetzt ist es da und was soll ich sagen? Ich liebe es! Ja, ja, »Fanboy« werden jetzt einige rufen. Aber ich komme auch langsam in ein Alter, in dem man sich nicht mehr Hals über Kopf verknallt, sondern erst mal über Altersvorsorge und Steuerklassen spricht. 
Meine Liebe ist also nicht grenzenlos: Ein Team brauche ich schon, um Spaß zu haben. Allein fühlt sich das Segelspiel wie ein stressiger Job an. Wer Solo-Spaß sucht, kann Sea of Thieves ruhig auslassen. Und ich verstehe auch, dass vielen der Inhalt nicht reicht, zu wenig Geschichte drinsteckt oder man sich am Windows Store stört. Diese Argumente sind alle legitim und nicht von der Hand zu weisen. Für mich war das aber gar nicht wichtig. Ich habe Sea of Thieves als das genießen können, was es für mich ist: Eine ganz große Party-Sause mit Freunden.

TOP GAME




























Infos zum Game:

Crossplay, Crossbuy und Xbox Game Pass 
Sea of Thieves erscheint auf PC (Achtung: Windows 10 ist momentan Pflicht!) und Xbox One und bietet das sogenannte Crossbuy-Feature. Wer das Spiel digital auf dem PC kauft, kann es auch mit seinem Xbox-Live-Account auch auf der Konsole spielen und andersrum. Dank Crossplay können PC- und Konsolenspieler außerdem plattformübergreifend miteinander in See stechen. Sea of Thieves ist außerdem im Xbox Game Pass enthalten. Dieser Abo-Service kostet monatlich 10 Euro und gewährt euch (auch auf dem PC) Zugriff auf ausgewählte Microsoft-Spiele. Die ersten 14 Tage ist der Game Pass sogar kostenlos. Eine gute Möglichkeit, falls ihr euch Sea of Thieves vor dem Kauf erstmal selbst anschauen möchtet